Das kleine Olivenöl 1x1

Die Olivenfrucht ist immer zuerst grün, bevor sie schwarz wird. Frisch vom Baum geerntet, ist sie ungenießbar. Olivenöl ist nicht nur ein Balsam für den Gaumen, sondern dient auch der Gesundheit und Schönheit.
Denn es ist wissenschaftlich belegt, dass das “Gold des Südens” sowohl eines der gesündesten Nahrungsmittel als auch Heilmittel ist, da es nachweislich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und sogar einigen Krebsarten vorbeugt.
Große Depots an ungesättigten Fettsäuren machen Oliven zu einem potenten Lebenselixier. Poliphenole sorgen dafür, dass die Blutgefäße dehnbar bleiben und sich damit besser an die Veränderungen des Blutflusses anpassen können. Das in Oliven enthaltene Vitamin E verzögert den Alterungsprozess menschlicher Zellen sorgt so für straffe Haut und besonders glänzendes Haar.

Wussten Sie, dass...

... ein Olivenbaum die ersten Früchte, erst nach etwa zwei bis vier Jahren trägt? Im Schnitt liegt der Ertrag bei 10% - 20% d.h. auf 100 kg Oliven erhält man 10 bis 15 Liter Olivenöl.

Die Frucht:

Die Olive (von lat.: „Oliva“, was wiederum vom urgriechischen "Elaíva" kommt).

Der Baum:

Der Olivenbaum zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt – die ersten Überlieferungen stammen aus dem Jahr 3.500 v.Chr. Weltweit wachsen etwa 750 Millionen Bäume und es gibt hunderte verschiedene Arten. 

Wussten Sie, dass ...

... Olivenbäume bei sorgfältiger Pflege einige hundert Jahre alt werden können und in Einzelfällen auch bis zu 20 Meter hoch wachsen? 

Wussten Sie, dass ...

... bei den Olympischen Spielen in Griechenland ein Olivenzweig als Zeichen des Sieges diente?

... Homer von Kämpfern berichtete, die vor den Spielen eine spezielle „Olivenöl-Diät“ einhielten?

... der Ölzweig im alten Testament bei der Arche Noah für Frieden steht?

... Olivenöl auch zur Salbung von Königen benutzt wurde?

Der Geschmack:

Nicht nur die Olivensorte, sondern auch der Reifezustand der Frucht bestimmt den Geschmack des Olivenöls. Oliven reifen über den Sommer bis zum Herbst – je nach Reifegrad der Oliven verändert sich auch das Öl. 

Die Herkunft:

Manche meinen, die Olive stamme aus dem Zweistromland (Mesopotamien, zwischen Euphrat und Tigris, also aus der Gegend zwischen dem heutigen Iran und Syrien). Andere wiederum glauben, sie käme aus Asien. Der vorherrschenden Meinung nach, hat sie ihren Ursprung im Mittelmeerraum, wo weltweit bis heute die meisten Olivenbäume zu finden sind (ca. 500 Millionen). Hier finden die Olivenbäume optimale Lebensbedingungen: Viel Wärme und Sonne!

Wussten Sie, dass ...

... auch karge Böden den Pflanzen nichts ausmachen? Denn sie können sich mit ihren bis zu sechs Meter langen Wurzeln das Wasser tief aus dem Boden holen.

Wussten Sie, dass ...

... im Grab von Tutanchamun, dem berühmten ägyptischen Pharao, Blätter des Olivenbaums gefunden wurden?

... der Olivenbaum in der griechischen Tradition der heilige Baum der Stadt Athen war?

... dass die Keule von Herkules in der griechischen Mythologie aus einem Olivenbaum geschnitzt war?

 

Die Geschichte:

Um den knorrigen Olivenbaum und seine köstlichen Früchte ranken sich viele Mythen und Sagen. Die Geschichte des Olivenanbaus lässt sich bis weit in die Antike zurückverfolgen. Schon die alten Römer und Griechen kannten den Olivenbaum und wussten um die einzigartige Wirkung des „Gold des Südens“. 

Der Verbrauch:

Die Europäische Union ist nicht nur der größte Olivenölproduzent (in absteigender Reihenfolge: Spanien, Italien und Griechenland), sondern auch der größte Verbraucher. Die Griechen benutzen am meisten (ca. 20 L/Kopf im Jahr) danach folgt Italien (ca. 12 L/Kopf im Jahr) dicht gefolgt von den Spaniern (ca. 10 L/Kopf im Jahr) und den Portugiesen (ca. 5 L/Kopf im Jahr). Olivenbäume wachsen mittlerweile auch in Japan, am Himalaja, im Süden der USA, in Lateinamerika und in Australien. 

Wussten Sie, dass ...

... Syrien, die Türkei und Tunesien die größten Olivenöl- und Olivenproduzenten außerhalb der EU sind?