Die "NOAN Rules for Healthy Organic Olive Oil (HO³)"

Anbau & Kultivierung - Jahresübersicht

  • Von Dezember bis Februar ist der Hain mit natürlichen Mitteln zu Düngen (Tiermist, Humus, Schnittgut, Stickstoff-Produkte, etc.), die Erde gehört gelockert (oberflächlich lockern, flach wenden …. Bodenflora und Fauna bleiben somit in der Schicht in der sie wirken), um das Eindringen des Düngers zu verbessern. Das Gras kann geschnitten werden (kein Muss) 
  • Von Jänner bis März gehören die Bäume geschnitten, wobei ein „3 Jahres Plan” anzuwenden ist. Demnach werden pro Jahr nur rund 1/3 des Baumbestandes zurück gestutzt, die anderen 2/3 bringen die notwendige Ernte. Das Schnittmaterial wird gehexelt und rund um die Bäume verteilt (Dünger).
  • Nach dem Baumschnitt ist auf alle Bäume Kupfer  zu sprühen (gegen Insekten und Pilzbefall) 
  • Zur Blütezeit Ende Mai - Anfang Juni) ist Bor (B) oder auch entsprechende Mischprodukte  - Bor, Calcium, Kalium (sofern auf der Liste der im Bio-Landbau zulässigen Mittel) zu sprühen, natürliche Mittel, die düngen, die Bestäubung fördern und für den Aufbau der Zellwände, diverse Stoffwechselprozesse und die Zuckerbildung verantwortlich sind. 
  • Im Juli kann optional Caolin Pulver (weißes Tonerde-Mineral-Pulver) gegen die Olivenfliege auf alle Bäume gesprüht werden. Vor allem in trockenen Saisonen. Wenn kein Caolin zur Verfügung steht, sollte mit anderen biologisch zugelassenen Mitteln (z.B. Success) gegen die Olivenfliege sowie andere mögliche Schädlinge gespritzt werden.
  • Ende August sind zB die Eco-Traps aufzuhängen und die Anzahl der gefangenen Insekten genau zu beobachten. Wenn die Zahl steigt, ist wöchentlich jeder zweite Baum oder/und auch das vorhandene Buschwerk mit dem Protein-Gift zB spintor fly oder Success bis zur Ernte zu besprühen.
  • Oktober bis November ist Erntezeit ……
  • Nach der Ernte kann aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Bäume noch einmal mit Kupfer gesprüht werden!
  • Der Einsatz von nicht erlaubten Insektiziden oder Pestiziden jeder Art ist ausnahmslos verboten, mit Ausnahme der erlaubten Mittel.  

Ernte - Produktion - Abfüllung

  • NOAN verwendet ausschließlich gesunde, biologisch angebaute (siehe oben) und nicht künstlich bewässerte Oliven. Die Bäume dürfen keine Pilze aufweisen, der Befall durch Insekten (zB.: Olivenfliege) muss zumindest unter 5-10 % liegen.
  • Entscheidend ist der  richtige Erntezeitpunkt! Es kommt auf Farbe, Struktur und Härte des Fruchtfleisches und den richtigen Farben-Mix von hellgrün bis hell-violett (max 5-15%) an. Da in der optimalen Ernteperiode die Bäume durchaus alle Farben tragen können, ist insbesondere darauf zu achten, dass alle Oliven reif sind. Die Farbe und Substanz des Fruchtfleisches ist daher von großer Bedeutung, dieses muss gelblich und nicht weiß und fest aber nicht hart sein.
  • Der optimalen Erntezeitpunkt liegt am Pilion (Magnisia) in der Regel zwischen Mitte Oktober und Anfang November
  • Es ist ausdrücklich untersagt, Oliven, die am Tag der Ernte bereits am Boden liegende, aufzusammeln. Die Früchte müssen frisch vom Baum geholt und in durchlüfteten 20-25 kg Boxen transportiert werden. Es sind unter den Bäumen am tag der Ernte entsprechende engmaschige Erntenetze oder –Planen aufzulegen von denen die frisch geernteten Oliven direkt in die Ernteboxen kommen. Diese sind nicht randvoll zu machen, um den Druck auf die unteren Oliven gering zu halten. Die bereits geernteten Oliven müssen ím Schatten stehen, um den Fermentationsprozess nicht zu beschleunigen. Die gesamte Tagesernte ist innerhalb weniger Stunden, jedenfalls am selben Tag, an die Ölmühle zu liefern und auch dort – wenn diese nicht sofort bei Anlieferung verarbeitet werden – kühlzu lagern.
  • Das pflücken der Oliven kann von Hand, mit den am Pilion üblichen Bambusstangen oder am Besten mit mechanischen, halbautomatischen Erntehilfen (Pelence, etc.) erfolgen. In Anbetracht der möglichen Beschädigung an Zweigen und Fruchtknoten, stellt NOAN – sofern nicht bereits im Einsatz - moderne Erntekämme zur verfügung. Dies vor Allem, um den jährlichen Durchschnittsertrag pro Baum zu steigern (wenn der Fruchtknoten zerstört ist, gibt es im folgenden Frühling keine Blühte und somit auch keine Olive!
  • Die Verarbeitung hat aller spätestens 10 – 12 Stunden nach Beginn der Ernte zu erfolgen, je früher desto besser. Optimal wären 6 Stunden! Bei Bauern mit größerer Produktionsmenge sollte die Anlieferung der Tagesernte zu Mittag und am Abend erfolgen (Erntezeit 8-12 und 13-17 Uhr).
  • Die Herstellung des NOAN Oive Oils extra virgin erfolgt in modernen Produktionseinheiten von Alfa Laval oder Pieralisi. Bei der Produktion wird mit geringen Wasserzusätzen gearbeitet, der Kontakt des Olivenbreis mit Sauerstoff ist von Beginn des Produktionsprozesses auf ein Minimum zu reduzieren. Die Temperatur des Olivenbreis (Trester/pulp) darf in keiner der unterschiedlichen Produktionsschritte 27°C überschreiten (gesetzliche Vorgabe für extra virgin). Demnach darf die doppelwandige Ummantelung der Malaxer mit maximal 30-31°C durchspült werden. Die „malaxing time“ sollte – je nach Olivensorte und Reifegrad - zwischen 30 und maximal 50 Minuten betragen. Das Öl soll am Ende der Produktion nur durch einen Sepparator geführt werden, um es nicht unnötig zu „stressen“. Die Rotationsgeschwindigkeit beim Dekantieren (kalt extrahieren) sollte nicht über 2.000 Umin liegen.
  • Absolute Hygiene ist Voraussetzung bei der Verarbeitung unseres Olivenöls, es werden nur hochwertige Materialien aus Edelstahl verwendet, alle Produktionseinheiten werden täglich mit großer Sorgfalt gereinigt, zumeist nur mit warmen Wasser, in Fällen hartnäckiger Verschmutzung mit entsprechend organisch abbaubaren, in der Bio-Öl-Produktion erlaubten Reinigungsmitteln wie zB Soda.
  • Das frische Öl soll rasch, innerhalb weniger Tage durch Cellulosefilter gefiltert werden, um das restliche Wasser und die Schwebteilchen (Fruchtfleisch – Qualität schädigende Enzyme und zuckerreiche Trübung) aus dem Öl zu entfernen, um längere Haltbarkeit bei nahezu gleich bleibender Qualität zu gewährleisten. Die Filterung vermeidet das Risiko der anaeroben Gärung (Fermentation) am Boden des Gebindes, die das Öl rasch verderben könnte
  • Gelagert wird NOAN Olive Oil ausschließlich in 316 INOX Tanks, die eigens für die Lagerung von Olivenöl hergestellt werden. Die Tanks werden mit Sticktoff gefüllt, damit das Öl nicht mit Sauerstoff in Kontakt kommt (Oxidation). Die optimale Lagertemperatur liegt bei rund 16-18°C.
  • NOAN Olive Oil wird in spezielle, beschichtete Weißblechdosen abgefüllt. Transparente Gebinde sind jedenfalls schlecht fürs Öl, da der oxidierende Effekt des Lichtes auf das Chlorophyll im frischen Öl noch stärker ist, als der durch Sauerstoff erzeugte. Die Weißblechdose bietet absoluten Lichtschutz, besteht aus einem leichten, robusten Material, ist perfekt für den Transport geeignet, bietet keine Diffusionsmöglichkeit des Öls mit der Umgebung (vgl. Kunststoffflaschen) und hat die höchste Recyclingquote Europas (90%)!