WAS BEDEUTEN DIE VERSCHIEDENEN BEZEICHNUNGEN?

Auf den Verpackungen von Olivenölen finden sich allerhand Bezeichnungen, aber was genau bedeuten diese?

a)    „Extra Vergine“, „Extra Virgin“ oder „Natives Olivenöl extra“

Um diese Bezeichnung der höchsten Qualitätsstufe tragen zu dürfen, muss ein Öl einige grundlegende Parameter erfüllen.

  • Es muss ausschließlich durch mechanische Verfahren gepresst oder mit einer Ölmühle (siehe Paragraph über „Die Pressung“) ohne Gebrauch chemischer Substanzen (für Keimöl oder „normales“ Olivenöl) hergestellt sein.                    
  • Olivenöl der ersten Güteklasse darf keine organoleptischen Defekte aufweisen. Diese Mängel sind zurückzuführen auf eine schlechte Qualität der Oliven (überreif, vom Boden geerntet, zu lange oder mangelhaft vor der Pressung gelagert, beschädigte Früchte), auf einen falschen Gebrauch der Ölpresse oder auf schlechte Lagerung des Öls. Dies inkludiert die vorzeitige Fermentierung von ungefilterten Öl. 
  • Olivenöle der ersten Güteklasse müssen einen Säuregehalt (Anteil an freien Fettsäuren) von unter 0,8 % haben, Top Weltklasse-Öle haben einen Säurewert von unter 0,3 %.
  •  Nur in erstklassigen Extra Vergine - Olivenölen finden sich ausreichend sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe: Unter diesen nicht fetten Stoffen sind mehrere gesundheitsfördernde, antioxidative Substanzen. Speziell herauszuheben sind die Polyphenole: Diese bitter bis scharf schmeckenden Stoffe schützen das Öl vor fortschreitender Oxidation, dem “Ranzig-werden”.

Wenn ein Öl nur einen dieser Parameter nicht erfüllt, wird es zuerst als „vergine di oliva“ (natives Olivenöl) und dann als „lampante“ i.e. Lampanöl (kommt von Lampenöl) also „klares, raffiniertes Öl“ klassifiziert. Letzteres muss chemisch raffiniert werden (anderenfalls ist es nicht genießbar - der Säuregrad wird chemisch wieder reduziert) und nach dem Prozess wird es ein farb- und geschmackloses Fett ohne Qualität. Link Olivenöl Qualitäten

b)    „Kaltgepresst“ oder „Kalt extrahiert“

Die Oliven unseres NOAN Olivenöls werden zum idealen Erntezeitpunkt von den Bäumen geerntet, um das Höchstmaß an Qualität in Bezug auf Geruch, Geschmack und die gesundheitsfördernden Komponenten zu erhalten. Auf diese Art bleibt der Ertrag an Öl niedriger, aber man erhält ein Produkt von wirklich ausgezeichneter Qualität.

Die frisch geernteten Oliven werden sofort in die Olivenmühle gebracht, wo sie mit Hilfe von modernen Produktionsmaschienen (Ölmühle mit kontinuierlichem Kreislauf) schnell und sorgfältig verarbeitet werden. Der Pressvorgang erfolgt kalt, bei einer Temperatur von maximal 27°C. Die Oliven werden zuerst gewaschen und dann zerkleinert bevor diese in den Malaxer gelangen. Die Olivenpaste wird anschließend sanft im Malaxer 30 bis 40 Minuten lang gerührt, wo der wirkliche Prozess der Extraktion geschieht: Die Enzyme im Inneren der Olive und die Bewegung der Schaufeln im Inneren des Malaxers lösen aus den kleinen Fettzellen Ölmikroteilchen, die sich miteinander vereinigen und kleine Tropfen bilden.

Nach ca. 30 bis 40 Minuten ist das Öl schließlich soweit, um im Dekanter von Wasser, Fruchtfleisch und Kern getrennt zu werden. Das letzte Wasser wird dann in der Zentrifuge vom Öl getrennt. Der gesamte Prozess vom Waschen bis zum Erhalt des fertigen Öls dauert ca. 2 Stunden. 

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