Die Produktion unseres NOAN Classic

Nach der manuellen Ernte werden die Oliven innerhalb weniger Stunden zu einem Naturprodukt höchster Güte verarbeitet. Eile nach der Ernte ist geboten, um den Oxidationsprozess so gering wie möglich zu halten. Ein fortgeschrittener Oxidationsprozess wirkt sich nämlich nicht nur negativ auf den Geschmack und die Haltbarkeit des Öls aus, sondern minimiert auch die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe (Polyphenole gehen verloren). 

Derzeit produziert NOAN in einer mit modernen italienischen Maschinen ausgestatteten Bio-Ölmühle in unmittelbarer Nähe der Olivenhaine. Wir legen nicht nur besonders großen Wert auf die strenge Einhaltung nachhaltiger Produktionsweisen, sondern auch auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Partner-Bauern, sowie mit unserer Umwelt.

Schritt 1 - Das Zermahlen und Melaxen:

Die traditionellen Oliven-Zermahl-Systeme wurden heute größtenteils durch mechanische Mühlen ersetzt. Diese erlauben eine schonende, optimierte Produktion von höherer Qualität und besserer Haltbarkeit. Im Inneren der meist zylindrischen Behälter, werden die Oliven durch Metallhämmer gebrochen, die mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1.800 Umdrehungen pro Minute arbeiten. Eine spezielle Kühlung an den Zylindern sorgt für eine optimale Temperatur des Olivenbreis, denn ein Überhitzen könnte die Qualität des gewonnenen Öls schädigen.
Das Umrühren des Breis erfolgt im Inneren der Stahl-Wannen, in denen der Brei lange von besonderen Lamellen bewegt wird, die auf einer Schraube mit Endlosgewinde angebracht sind.

Schritt 2 - Die Extraktion:

In modernen Ölmühlen beruht das Trennen des Öls vom Brei auf den Prinzipien des Zentrifugierens und der Perkolation. Die Zentrifuge nutzt das verschieden spezifische Gewicht zwischen Wasser und Öl. In einer Horizontal-Zentrifuge (Decanter) wird der Brei mit höchster Umdrehungsgeschwindigkeit geschleudert, um die drei Bestandteile voneinander zu trennen: Öl, Frucht-Wasser und die Reste des Kerns und des Fruchtfleisches. Die Perkolation beruht auf der unterschiedlichen Oberflächenspannung der Flüssigkeiten. Auf Grund dieses Prinzips setzt sich auf einer in die Olivenpaste eingetauchten Stahlklinge vorzugsweise das Öl anstelle fester Bestandteile oder des Fruchtwassers ab. Mit dieser Technik werden 50-70% des Öls entnommen. Das verbleibende Öl wird durch anschließendes Schleudern (Zentrifuge) gewonnen.

Schritt 3 - Die Filtration: 

Traditionell ging die Klärung durch die Sedimentation vonstatten, d.h. man ließ das Öl lange bei gleichmäßiger Temperatur ablagern, wobei die Reste gröberer Bestandteile mit großen Löffeln abgeschöpft wurden. Auch heute noch ist das, von modernen Ölgewinnungsanlagen erhaltene Öl, unabhängig vom angewandten System, ein noch rohes Öl (Most), trüb und opalisierend wegen seiner noch in ihm enthaltenen Substanzen. Daher lässt man es normalerweise ruhen, bis sich alle Fremd-Substanzen  auf dem Boden abgelagert haben, um es dann in saubere Behälter umzufüllen.
Um den Prozess der Filterung und damit die Qualität des Öls allerdings noch zu optimieren, wird das gerade gewonnene Öl durch Spezial-Filter aus Zellulose, die jegliche Unreinheit, sowie auch kleinste Wassertropfen, zurückhält, gefiltert.

Schritt 4 - Die Lagerung:

Früher wurde das Öl in extra hergestellten Tonbehältern im Inneren der Paläste des antiken Orients aufbewahrt. Auf Kreta und den mykenischen Wohnzentren Griechenlands wurden Lagerräume mit großen Behältern entdeckt, die hunderte Kilogramm Öl aufbewahren konnten. Später wurden, ins Erdreich eingegrabene, Steinzisternen verwendet, die vor Temperaturschwankungen und Lichteinwirkung schützten. Die Steinwände wurden in Folge durch glasierte Keramik-Platten ersetzt, die sich besser reinigen lassen und somit eine bessere Aufbewahrung gewährleisten.

Die mit rostfreiem Stahl ausgelegten Zisternen oder Silos stellen bis heute die moderne Lagermethode für große Ölmengen dar und zeichnen sich besonders durch eine gute Reinigungsmöglichkeit aus; sie sind undurchsichtig und bieten insgesamt gesehen die besten Garantien für die Aufbewahrung.
Ebenfalls wichtig ist die sachgerechte Aufbewahrung des Olivenöls im Haushalt, bei der gleichfalls die Eigenarten des Produkts beachtet und geschützt werden müssen. Wenn es korrekt aufbewahrt wird, kann das Öl noch nach zwei Jahren oder mehr ab Herstelldatum verzehrt werden, da es antioxidierende Bestandteile enthält, die es vor dem Ranzigwerden schützen. Die Behälter müssen aus dunklem Glas oder Zinnblech sein, um es vor dem Licht zu schützen und sind in dunklen, kühlen Räumen aufzubewahren.